Mentoring lohnt sich: Der ökonomische Mehrwert von Mentoring für Unternehmen

Warum Mentoring mehr ist als nur „nice to have“

Mentoring verbindet weniger erfahrene Mitarbeitende (Mentees) mit erfahrenen Kolleg*innen (Mentor*innen).

Das Ergebnis:

  • Schnelleres Onboarding durch Antworten, Feedback und Perspektivwechsel
  • Generationen- & Abteilungsbrücken dank strukturiertem Wissensaustausch
  • Höhere Identifikation & Zugehörigkeit gegenüber dem Team und dem Unternehmen

„Das ist ja alles schön und recht – aber lohnt sich das für uns?“
Genau diese Frage hören wir oft. Unsere Antwort in aller Kürze:
„Ja, Mentoring lohnt sich und zwar messbar.“

Vom Recruiting- zum Retention-Fokus

Unbesetzte Lehrstellen, steigende Fluktuation, lange Rekrutierung: Der Arbeitsmarkt dreht den Spieß um. Aus „Mitarbeiter finden“ wird „Mitarbeiter binden“.
Viele Treiber der Bindung (z. B. Gehalt, Standort) sind nur begrenzt veränderbar. Kultur, Entwicklung und individuelle Begleitung hingegen schon und hier setzt Mentoring an.

Machen wir's konkret: Wie Mentoring Kosten senkt

Mentoring steigert Arbeitszufriedenheit und Arbeitgeber-Identifikation. Beides steht in engem Zusammenhang mit geringeren Kündigungsabsichten (Felfe & Six, 2006).
Konkret wirkt Mentoring auf:

  • Weniger Ausbildungsabbrüche und niedrigere Fluktuation
  • Geringere Rekrutierungs- & Vakanzkosten
  • Geringeren Wissensverlust durch stabile Teams
  • Stärkere Arbeitgeberattraktivität und besseren Wissenstransfer

Apropos Kosten:

 Jeder Azubi, der nach Abschluss geht, kostet im Schnitt 8.086 € (Bibb-Report 2025). Bei Berufseinsteiger*innen liegen Kündigungskosten, je nach Bereich, schnell im fünfstelligen Bereich.

Unsere Praxis, die überzeugt: Bis zu 0 Prozent Abbrüche in betreuten Kohorten

Hessischer Rundfunk:

  • Ausbildungsabbrüche von 22 % auf 0 % gesenkt.
  • Quelle: Interne Erhebung Hessischer Rundfunk & ROCK YOUR LIFE! Academy

AccorHotels Group:

  • 100 % Reduktion der Abbrüche im ersten Lehrjahr (von 33 % auf 0 %) in der betreuten Kohorte.
  • Quelle: Interne Erhebung Accor Group & ROCK YOUR LIFE! Academy

 

Diese Ergebnisse zeigen: Frühe, verlässliche Begleitung (Feedback, Konfliktklärung, Schul-/Einarbeitungsthemen) verhindert Abbrüche, bevor sie teuer werden.

Was bedeutet das für Ihr Budget?

Je nach Ausgangslage (Abbruchquoten, Übernahmequote, Rekrutierungsdauer) liegt das Einsparpotenzial schnell im mittleren fünfstelligen Bereich pro Jahrgang.

Unser Erfahrungswert: Unternehmen sparen im Schnitt ca. 
45.000 € pro Mentoring-Kohorte (15 Azubis + 15 Mentor*innen).

Quelle: ROCK YOUR LIFE! Academy; Stepstone Insider 2025

Für wen ist Mentoring besonders wirksam?

  • Auszubildende & Berufseinsteiger*innen: hohes Bedürfnis nach Feedback, Orientierung und einer neutralen, vertraulichen Ansprechperson
  • Bereiche mit Fachkräftemangel: schwierige Nachbesetzung, oft hoher Wissensverlust
  • Teams im Wandel: digitale Transformation, neue Prozesse, Kulturentwicklung

Häufige Einwände – kurz beantwortet

„Wir haben keine Zeit für so ein Programm.“
Mentoring nutzt bestehendes Wissen. Mit klarer Struktur (Kick-off, Leitfäden, Check-ins) bleibt der Aufwand überschaubar und der Nutzen überwiegt.

„Unsere Mentor*innen sind keine Coaches.“
Müssen sie nicht sein. Qualifizierung und Tools (Frageleitfäden, Gesprächsstruktur) reichen, um wirksam zu begleiten.

„Und wenn die Mentees trotzdem gehen?“
Wir reduzieren Wahrscheinlichkeit und Kosten. Stabilere Übergänge und höhere Identifikation wirken präventiv und genau dort entstehen die großen Einsparungen.

Fazit

Mentoring ist People & Profit zugleich: Es stärkt Bindung, macht Kompetenzen sichtbar und senkt messbar Kosten. Mit den richtigen Bausteinen wird Mentoring vom „nice to have“ zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.

Sprechen wir über Ihren Pilotjahrgang

Mit nur 15 Mentor*innen und 15 Azubis messbar Wirkung zeigen. Wir begleiten sie dabei von Kick-Off bis zur abschließenden Evaluation.

Quellen

Brenzel, H., Czepek, J., Kubis, A., Moczall, A., Rebien, M., Röttger, C., … & Weber, E. (2016). Neueinstellungen im Jahr 2015: Stellen werden häufig über persönliche Kontakte besetzt, IAB-Kurzbericht, Vol. 4/2016. Abrufbar unter: http://doku.iab.de/kurzber/2016/kb0416.pdf.

Ehlers, S., Möckel, K., Pump, J. & Schnabel, F. (2018). HR-Report Schwerpunkt Agile Organisationen auf dem Prüfstand. HAYS AG & Institut für Beschäftigung und Employability IBE (Herausgeber). Abrufbar unter: https://www.hays.de/documents/10192/118775/hays-studie-hr-report-2018.pdf/243a467e-bc39-6b0a-3ac1-95c5f9bd43bc

Felfe, J. & Six, B. (2005). Die Relation von Arbeitszufriedenheit und Commitment. In L. Fischer (Hrsg.), Arbeitszufriedenheit. Konzepte und empirische Befunde (S. 37-60). Göttingen: Hogrefe.

Huf, S. (2012). Ursachen der Fluktuation verstehen, Mitarbeiterbindung optimieren. Personalführung, Vol. 3, p. 28-36. Abrufbar unter: https://www.dgfp.de/hr-wiki/Ursachen_der_Fluktuation_verstehen__Mitarbeiterbindung_optimieren.pdf

Wenzelmann, F. & Lemmermann, H. (2012). Betriebliche Kosten von Vertragslösungen. Berufsbildung in Zahlen, Vol. 5, p. 4-5. Abrufbar unter: https://www.bibb.de/veroeffentlichungen/de/bwp/show/6947